Ich bin jetzt schon knapp 4 Monate in der größten Stadt Neuseelands, Auckland, habe viele Sachen erlebt und gelernt, Erfahrungen gesammelt und neue Freundschaften geschlossen mit Menschen aus Brasilien, Italien, Russland, Australien und natürlich auch mit Kiwis, den Neuseeländern.

Auckland hat ca. 1,5 Mio. Einwohner, was heißt, dass sich der meiste Trubel des auf zwei Inseln verteilten Staates hier abspielt. Ganz Neuseeland hat ja nur 4 1/2 Mio. Einwohner zu beherbergen. Letztes Jahr wurde die Stadt zur „City of Sails“ gekürt, da sie den Hafen mit den meisten Segelbooten zu bieten hat. Leider ist die Stadt meiner Meinung nach nicht wirklich für Touristen geeignet, es bietet sich zwar an hier zu wohnen, aber viel wird einem in der Stadt als Touri nicht geboten. Die Kulisse sieht toll aus, von dem Kern bin ich allerdings nicht so überzeugt.

Ich habe meine Reise am 21. Januar gestartet, bin mit meiner Mum zum Frankfurter Flughafen gefahren, von dort aus nach Neu Delhi (Indien) geflogen und dann weiter nach Sydney, wo mich mein großer Bruder Moritz abgeholt und zu seinem Freund nach Hause (zum berühmten Palm Beach) gebracht hat. Hier habe ich meine erste Woche verbracht, in der mir mein Bruder die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Sydney gezeigt hat. Das war echt eine super Woche, sogar so super, dass ich nach meinem Aufenthalt in Auckland nochmals eine Woche in Sydney verbringen werde. Aber bis dahin heißt es noch fleißig trainieren und natürlich zur Schule gehen… Schule fällt mir hier jedoch recht leicht, ich gehe in die 12., für manche Kurse auch in die 13. Klasse, obwohl ich in Deutschland ja erst in der 10. Klasse bin. Man fängt jeden Tag um 8:45 Uhr an und hört um 15:15 Uhr auf, was aber nicht bedeutet, dass ich jeden Tag so gut wie ausschlafen kann. Meistens stehe ich sogar um 4:20 Uhr auf und fahre mit dem Fahrrad zum Frühtraining (Schwimmen!). Man hat jeden Tag die gleichen Fächer, was auch seine praktischen Seiten hat, z.B. muss ich so gut wie nie meine Schultasche umpacken. Meine Fächer für dieses Halbjahr sind: Biologie, Mathe, BK, Englisch, Spanisch und Sport. Eine Sache aber stört mich, die Schuluniform! Die Idee einer Schuluniform finde ich ja gar nicht so schlecht, sie sollte nur bequem sitzen und in Ordnung aussehen, was ich von unserer nicht behaupten kann.

Die Schule, auf die ich gehe, ist die größte in ganz Neuseeland, es gehen ca. 4000 Schüler auf diese 90.000 qm große Anlage, darunter 600 „Internationals“ wie ich, das heißt, man ist hier nicht wirklich etwas Besonderes, geht in der Menge unter und wird von den meisten anderen gar nicht beachtet. Aber da ich keiner bin, der immer Gesellschaft braucht, trifft mich das nicht so schlimm. Nur am Anfang war es schwer, alles alleine hinzubekommen.

Das Wetter ist momentan noch sehr warm für den Neuseeländischen Herbst/Winter, genauso die Wassertemperatur des Meeres. Leider aber sind die Wellen am nächsten Strand nicht zum Surfen geeignet, daher muss ich mir am Wochenende immer eine Mitfahrgelegenheit zum Piha Beach oder Muriwai Beach an der wilden Westküste organisieren, um zumindest ab und zu Wellenreiten zu können.

Im Moment wohne ich bei einer vierköpfigen Familie, darunter zwei kleine Kinder, beide unter 10, die manchmal ziemlich nerven können. Doch zum Glück steht in der nächsten Woche ein Gastfamilien-Wechsel zu einem guten Schwimmkollegen an, er geht auf dieselbe Schule wie ich und trainiert im gleichen Verein (North Shore Swimming Club, dem erfolgreichsten in Neuseeland). Ich habe mir gedacht, dass ich mein Englisch bestimmt nochmals verbessere, wenn ich bei einem Gleichaltrigen im Haus wohne.

Das bisherige Highlight meines Aufenthalts waren die zweiwöchigen Ferien, die Mitte April angefangen haben. Diese freie Zeit habe ich unbedingt gebraucht nach 12 Wochen Schule nonstop. Die erste Woche habe ich in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands verbracht, von der ich aber leider fast nichts gesehen habe, da die National Age Swimming Championships of New Zealand (Neuseeländischen Schwimm-Meisterschaften) der Grund meines Ausflugs waren. Ich bin viermal angetreten und viermal Bestzeit geschwommen, ein Resultat mit dem ich recht zufrieden bin.

In der zweiten Woche habe ich einen Freund meiner momentanen Gastfamilie besucht, er hat sich vor 20 Jahren ein Stück Farmland direkt am Meer gekauft. Außer einer super Aussicht in alle Richtungen hat sein Anwesen noch ein Boot, ein Quad, Kayaks und allerlei andere Sachen, die mein Herz begehren zu bieten - ein echtes Paradies! In diesen sieben Tagen habe ich einen Hai geangelt, Grapefruits geerntet, Bananen gepflanzt und einen eigenen Orangenbaum gesetzt, mal sehen wie er sich entwickelt haben wird, wenn ich nach dem Abi wiederkomme!

Aber jetzt freue ich mich zuerst auf die noch acht verbleibenden Wochen und hoffe, dass sich noch mehr Möglichkeiten bieten, ein bisschen die umliegenden Strände, Hügel und Berge zu erkunden.

Freuen tu ich mich natürlich auch wieder auf Zuhause, Familie, Freunde und meine Katz!

Leo Fath, Auckland, im Mai 2016

Die Bilder von den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften findet ihr in der Fotogalerie. (DSC)

Am letzten Tag der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften konnten Marie Horschitz und Moritz Fath noch einmal am Abend stattfindenden Hauptfinale die SGRK Farben vertreten.

Moritz hatte sich mit seinem zweiten Platz über 200m Freistil im Jahrgangsfinale für das Hauptfinale qualifiziert, dort konnte er seine Zeit in 01:51,96 bestätigen und schlug als dritter an. Damit gewann er zum Abschluss noch einmal Bronze.

Die Lagenspezialistin Marie Horschitz hatte sich für das Hauptfinale mit der zweitschnellesten Zeit über die 200m Strecke qualifiziert. Marie konnte ebenfalls ihre Zeit über die 200m Lagen 02:20,36 bestätigen, am Ende schlug Sie als vierte an und verpasste das Podest nur denkbar knapp.

Die von Jonas Holzwarth trainierte Mannschaft hat das bisher Beste SGRK Ergebnis bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften eingefahren, mit dabei hatte  Cheftrainer Holzwarth vierzehn Schwimmer und Schwimmerinnen.

Vielen Dank an die erfolgreichen DJM 2016 Teilnehmer Alina Geck, Alina Schneider, Christoph Schmidt, Gerard Serano Pol, Laetitia Bouc, Leonie Rieß, Lukas Göltz, Marc Heinzelmann, Marie Rebekka Horschitz, Marie-Christine Geck, Max Helget, Moritz Fath, Nele Scherer und Sina Grausam für die tollen Leistungen, euer Vorstand. (DSC)

Mit Marie Horschitz, Moritz Fath, Nele Scherer und Marc Heinzelmann war die SGRK im heutigen Finalabschnitt vertreten. Die Schwimmer von Jonas Holzwarth konnten dabei zweimal Silber gewinnen, einen sechsten und einen achten Platz erreichen.

Aber der Reihe nach, mit Marie Horschitz über 200m Lagen begann der Finalabschnitt für die SGRK. Sie hatte sich im Vorlauf als zweite (02:22,51)  fürs Finale qualifiziert. Diesen zweiten Platz konnte Sie im Finale bestätigen und gewann die Silbermedaille über 200m Lagen mit neuer Bestzeit und neuem Vereinsrekord in 02:20,21.

Den nächsten Höhepunkt am Abend konnte Moritz Fath setzen, er steigerte sich im Finale über die 200m Freistilstrecke. Er schwamm im Vorlauf die viertschnellste Zeit 01:54,53. Im Finale steigerte er sich um drei Sekunden auf eine Endzeit von 01:51,49 und schlug als zweiter an. Damit hatte auch er mit neuer Bestzeit und Vereinsrekord die Silbermedaille gewonnen.

Das Finale über 100m Brust bestritten Nele Scherer und Marc Heinzelmann.

Nele konnte sich als Vorlauf Achte (01:14,69) für das Finale qualifizieren. In einem super spannenden Finish schlug Nele dann als sechste mit neuer persönlicher Bestzeit und neuem Vereinsrekord in 01:13,56 an, auf Platz drei fehlten nur 0,26 sek!

Dem Stand Marc Heinzelmann im Vorlauf über die 100m Brust nicht nach und qualifizierte sich ebenfalls als Achter für das Finale (01:07,76) am Abend. Im Finale steigerte er seine Vorlaufzeit noch einmal und schlug am Ende mit einer Zeit von 01:06,86 als Achter an.

Herzlichen Glückwunsch zu euren super Leistungen. (DSC)

 

Den Link zu den weiteren Ergebnissen und dem Livetiming gibt es hier

 

Mit einer Finalteilnahme endete heute der dritte Tag der DJM in Berlin.

Laetitia Bouc konnte sich im Vorlauf über 200m Schmetterling, mit neuer persönlicher Bestzeit 02:28,74, für die Finals heute Abend qualifizieren.

Im Finale konnte sich nicht mehr ganz an die Zeit vom Vormittag herankommen, erreichte aber in 02:30,06 einen hervorragenden siebten Platz. 

Der einzige SGRK Teilnehmer im Schwimmerischen Mehrkampf, Gerard Serrano Pol, musste heute über die 200m Freistil Strecke antreten, diese absolvierte er ebenfalls in neuer persönlicher Bestzeit 02:16,32.

Glückwunsch zu euren Leistungen. (DSC)

Den Link zu den weiteren Ergebnissen und dem Livetiming gibt es hier